Die letzten Wochen habe ich immer wieder überlegt, in welche Produkte ich mein Geld noch investieren und mein „Vermögen“ noch etwas streuen könnte.

Natürlich habe ich alle möglichen DAX-, MDAX-, SDAX- und TecDAX-Unternehmen angesehen und auch etliche Fonds und ETFs standen auf meiner Liste. Aber irgendwie bin ich nicht weiter gekommen. Das richtige Wertpapier war einfach nicht dabei.

Dann hab ich mich an die „alternativen“ Geldanlagen gemacht: Physische Immobilien kommen bei mir derzeit nicht in Frage. Auch alles, was ich in meiner Serie Total verrückte Geldanlagen beschreibe, war irgendwie im Moment nicht das Richtige. Natürlich ist das immer subjektiv von Mensch zu Mensch abhängig und vielleicht ist zu einem anderen Zeitpunkt wieder irgendwas dabei.

Erst ganz am Ende meiner Suche bin ich dann auf Rohstoffe los gegangen. Ich habe mich umgesehen, was es da so gibt. Natürlich ist sind da die gängigen Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium. Dann gibt es noch Industriemetalle wie Zink, Zinn, Kupfer oder Aluminium. Und natürlich noch Diamanten, siehe dazu auch meinen älteren Blogbeitrag.

Mit Diamanten wollte ich mich nicht beschäftigen, Industriemetalle kamen wegen der Lagerkapazität einfach nicht in Frage, weshalb ich mich auf die Edelmetalle konzentrierte. Irgendwie hatte sich bei mir in den Kopf festgebrannt, dass ich mal was in der Hand haben möchte. Ich war mir also sicher, dass ich physische Rohstoffe kaufen möchte. Nur stellte ich mir die Frage: Welches der vier Metalle möchte ich haben. Auch hier kam ich ganz schnell auf die Lösung: Ich will Silber! Warum: Es war ganz einfach eine Preisfrage. Gold, Platin und Palladium kosten jeweils 1.000 EUR und mehr pro Unze 31,1 Gramm).

Doch wo bekomme ich jetzt mein Silber her und in welcher Form kaufe ich überhaupt? Auf Google hab ich gleich mal geschaut, wo der nächste Edelmetallhändler in meiner Nähe ist. Naja, war jetzt nicht besonders gut. Aber mir ist gleich aufgefallen, dass nahezu jeder der Händler eine eigene Website und sogar einen Shop hat. Das gefiel mir super. Ich bin ja leidenschaftlicher Onlineshopper und warum soll das bei Silber nicht gehen?

Mir stellte sich nur die Frage: Wie finde ich einen seriösen Onlineshop? Ich hab also weiter gesucht und schon bald bin ich auf die Seite http://www.gold.de gestoßen. Das ist ein Marktplatz für Anlagemetalle. Dort gibt es sehr viele interessante Fakten über Gold, Silber usw. und natürlich auch Preise und am allerbesten: Links zu verschiedenen Händlern mit Onlineshops inklusive Real-Time-Preise: Perfekt für mich!

Jetzt stellte für mich nur noch die Frage: Barren oder Münzen? Auch hier hatte ich mich schnell entschieden. Ich wollte erstmal eine kleine Menge kaufen und deshalb sind Barren eher unrentabel: Gängigste Größe ist der ein Kilo-Barren. Dieser kostet aber gleich mal um die 530 EUR und mehr (zzgl. Versand). Außerdem wollte ich ja verschiedene Produkte ausprobieren und da kann man bei Münzen schön herum probieren. Es gibt einfach jede Menge verschiedener Münzen (siehe auch meine Bildergalerie). Über das Portal habe ich erstmal nach dem Preis für die gängiste Münze „Maple Leaf“ aus Kanada gesucht und mir dann einen Händler ausgesucht. Passt hier auf, dass die Versandkosten nicht zu hoch sind. Das zweite Kriterium war dann, dass der Händler trotzdem bei mir in der Nähe ist, sodass ich auch vorbei schauen könnte, wenn was schief läuft.

Ziemlich schnell habe ich einen schönen Onlineshop gefunden und machte mich über die Münzbildchen her. Natürlich habe ich immer die kleinen Beschreibungen des Händlers gelesen. Da waren echt noch ein paar Tipps mit dabei. Beispielsweise, dass bei manchen Münzen das Motiv jedes Jahr wechselt und deswegen der Sammlerwert höchstwahrscheinlich mit der Haltedauer steigt. Bei anderen bleibt das Motiv jedes Jahr gleich, sodass der Sammlerwert eher gering ist. Ich habe mir deshalb dann einen Warenkorb zusammengestellt und gekauft. Es ist üblich, dass bei diesen Geschäften Vorkasse verlangt wird.

Die Auftragsbestätigung war nach ein paar Minuten in meinem Mail-Postfach und der Liefertermin lag noch innerhalb der gleichen Woche. Ich freute mich unglaublich auf die neuen Münzen.

Nach zwei Tagen war das Paket dann auch bei mir. Natürlich war es neutral verpackt und als Sendung eines „Schraubenhändlers“ getarnt. Nicht dass hier jemand meint es steht auf dem Karton: „ACHTUNG, HIER IST SILBER DRIN!“.

Das Paket habe ich dann gleich aufgemacht und war gleich mal überrascht, wie groß die Münzen dann waren. Ich hatte mit der Größe eines Ein- oder Zwei-Euro-Stückes gerechnet, aber die Silbermünzen sind noch ein Stückchen größer. Dann fiel mir auf, dass die Münzen, die immer gleich aussehen (z. B. Maple Leaf, Wiener Philharmoniker oder American Eagle) nur in etwas festerer Plastikfolie verpackt ist, wohingegen die Sammlermünzen jeweils einzeln in einer Hartplastikschale verpackt waren. Diese sollte man übrigens gleich darin belassen, damit sie nicht anlaufen oder verkratzen. Bei den anderen Anlagemünzen ist das nicht ganz so dramatisch, weil es ja mehr um den Materialwert geht.

Die Münzen habe ich dann fein säuberlich in einer abschließbaren Geldkassette verstaut und natürlich etwas versteckt. Wer jetzt meint, das ist sehr gefährlich, diese zu Hause zu lagern, der hat natürlich recht. Da ich aber nur 10 Münzen im Wert von ca. 150 Euro gekauft habe, gehe ich das Risiko ein. Bei größeren Mengen würde ich unbedingt zur Anschaffung eines Tresors oder zur Anmietung eines Bankschließfaches raten.

Ich hoffe, ich habe euch ein bisschen zum Stöbern angeregt und vielleicht seid ihr ja auch bald im Besitz eures eigenen kleinen Schatzes. In der Bildergalerie könnt ihr noch ein paar Infos zu den einzelnen Münzen und dem Lagerzubehör finden.

Viel Spass beim Investieren!

 

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